02.04.2007

Gute Noten für die Universitätsbibliothek
Umfrage: Wuppertal schneidet im Landesvergleich besonders gut ab
Auffallendes Lob an die Mitarbeiter für Kompetenz und Hilfsbereitschaft

Modern, freundlich und gut benotet: Die Wuppertaler Uni-Bibliothek.
Foto Jörn Krepke

Die Wuppertaler Universitätsbibliothek bekommt durch die Bank gute Noten für ihren Service. Bei einer Online-Umfrage unter den Universitätsbibliotheken in NRW schneidet sie überdurchschnittlich gut ab. Die Bibliothek wird von ihren Benutzern häufiger frequentiert als andernorts: Fast die Hälfte der Befragten gab an, die Bibliothek täglich oder mindestens mehrmals wöchentlich zu nutzen. Diese häufigen Nutzer der Bibliothekszentrale sind denn auch mit Umfang und Aktualität fast aller Bibliotheksangebote zufrieden. Besonders gut werden der Internetzugang sowie die Arbeitsplätze in der Bibliothek bewertet.

Auch bei der Zufriedenheit mit dem Nutzungskomfort in der Bibliothek schneiden fast alle Bereiche, z.B. Internetzugang, Katalog, Präsentation der gedruckten Bestände, Fachdatenbanken, über Landesdurchschnitt ab. Bibliotheksdirektor Uwe Stadler: "Besonders erfreulich ist für uns die ausgeprägte Zufriedenheit mit unseren Mitarbeitern, vor allem hinsichtlich ihrer Kompetenz und Hilfsbereitschaft."

Die Universitätsbibliothek ist mit mehr als 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die mit Abstand größte Service-Einrichtung der Bergischen Universität. Zu ihrem Bestand zählen über 1,2 Millionen (gedruckte) Bücher und 4000 abonnierte Zeitschriften aus aller Welt, zur modernst ausgestatteten digitalen Bibliothek 15.000 elektronische Zeitschriften und für Angehörige der Universität die exklusive Zugangsmöglichkeit zu 150 wissenschaftlichen Datenbanken. Den Nutzern stehen 550 Arbeitsplätze, davon 144 Computerarbeitsplätze zur Verfügung. Neben der Zentralbibliothek auf dem Campus Grifflenberg gibt es Außenstellen auf dem Campus Haspel und auf dem Campus Freudenberg.

Zwischen Mitte November und Mitte Dezember 2006 hatte zeitgleich in mehreren nordrhein-westfälischen Universitätsbibliotheken eine Online-Benutzerbefragung stattgefunden, an der die Bibliotheken der Universitäten Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Köln, Münster, Paderborn, Siegen und Wuppertal sowie die Zentralbibliothek der Sportwissenschaften in Köln beteiligt waren.

Bibliotheksdirektor Uwe Stadler

In Wuppertal war für die Teilnahme an der ausschließlich online durchgeführten Befragung über die Internetseite der Bibliothek und mit einer Sonderausgabe des elektronischen Newsletter geworben worden. Als Anreiz zum Mitmachen wurden Preise in Form von Büchergutscheinen verlost.

An der Umfrage nahmen in Wuppertal insgesamt 1.651 Benutzer teil. Bei rund 15.000 aktiven Benutzern der Universitätsbibliothek entspricht das einer Teilnehmerquote von etwa elf Prozent. Die Bergische Universität Wuppertal hatte zum Wintersemester 2006/2007 13.676 eingeschriebene Studierende, von denen 2006 rund 9.800 die Bibliothek genutzt haben. Von derzeit 276 Professoren (Stand 2006) antworteten 32 (11,5 Prozent), von 378 wissenschaftlichen Mitarbeitern 89 (mit 23,5 Prozent die höchste Quote!) und von den 590 nicht-wissenschaftlichen Mitarbeitern der Universität umgerechnet 3,6 Prozent. Externe Benutzer, also solche, die nicht Angehörige der Universität sind, spielten bei der Befragung nur eine geringe Rolle.

Die vorliegenden Ergebnisse belegen, dass die Universitätsbibliothek Wuppertal erfreulicherweise in vielen Servicebereichen überdurchschnittlich gut abschneidet. Während im Landesdurchschnitt der beteiligten elf Bibliotheken die Gesamtzufriedenheit bei 69,2 Prozent liegt, erreicht der Zufriedenheitswert für die Universitätsbibliothek Wuppertal 69,4 Prozent. Lediglich bei der so genannten Erreichbarkeit liegt der Wuppertaler Wert geringfügig unter dem Landesdurchschnitt.

Auffällig ist die überdurchschnittlich hohe Zufriedenheit mit den Schulungsangeboten der Bibliothek. Während auch bei der Frage nach der Zufriedenheit mit dem Arbeitsumfeld nahezu alle Einzelaspekte wie Klimatisierung, Arbeitsatmosphäre, Sauberkeit, Sanitärräume, Garderobe und Schließfächer zum Teil erheblich über den Durchschnittswerten liegen, muss eine wiederum auffällige Unzufriedenheit mit den Kopier- und Druckmöglichkeiten konstatiert werden.

Ein wichtiger Bereich in der Umfrage waren die Ausbauwünsche der Befragten. Dabei ergaben sich zwei Schwerpunkte: Zum einen die Ausweitung der Öffnungszeiten, zum anderen der weitere Ausbau der gedruckten nicht-ausleihbaren und ausleihbaren Bestände inklusive der Lehrbuchsammlung.

Direktor Uwe Stadler: "Wir beschäftigen uns intensiv mit Konsequenzen der Umfrageergebnisse, insbesondere hinsichtlich der Ausbauwünsche. Neben dem bedarfsorientierten Ausbau der Literaturbestände bereiten wir eine Ausweitung der Öffnungszeiten noch im Sommersemester 2007 vor."

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie hier (.pdf-Datei).

www.bib.uni-wuppertal.de/
 

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