19.06.2007

Physiker und Drehbuchautor Prof. Mönter im Ruhestand

Prof. Dr. Burckhard Mönter mit Peter Lustig beim 25. Geburtstag der ZDF-Kindersendung "Löwenzahn".

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Prof. Dr. Burckhard Mönter, Wuppertaler Physiker und langjähriger Drehbuchautor für Kindersendungen des ZDF, ist in den Ruhestand getreten.

Prof. Mönter – sein Doktorvater war nach dem Studium der Physik in Bonn der Nobelpreisträger Prof. Dr. Wolfgang Paul – kam 1978 für das Lehr- und Forschungsgebiet Experimental- und Festkörperphysik an die damalige Gesamthochschule Wuppertal. Burckhard Mönter hatte als Kind schon einmal in Wuppertal gewohnt und die Grundschule Marper Schulweg besucht, den Elefanten Tuffi im Zirkus samt Pflaster nach seinem Sturz live gesehen und war noch mit der Barmer Bergbahn gefahren.

Im seinerzeit noch eigenständigen Fachbereich Physik war er am Aufbau des D1-Studiengangs zum Physik-Ingenieur im Rahmen der integrierten Studiengänge des Gesamthochschul-Modells beteiligt. In der Forschung schloss er sich der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Helmut Piel an, wobei im Laufe der Zeit der Übergang zur Supraleitung als Arbeitsgebiet erfolgte. Bis heute gehört Prof. Mönter zu einem Forschungsverbund zur Realisierung supraleitender Bänder zum nahezu verlustlosen Stromtransport.

In der universitären Selbstverwaltung gehörte Prof. Mönter verschiedenen Gremien wie Fachbereichsrat, Senat und dem Beirat der Zentralen Studienberatungsstelle an. Mehrere Jahre war er für die drei Wuppertaler Hochschulen – Uni, Kirchliche Hochschule, Musikhochschule –Mitglied der plural zusammengesetzten Veranstaltergemeinschaft von Radio Wuppertal.

Im Zuge der Umwandlung zur Universität und der Einführung konsekutiver Studiengänge war Prof. Mönter Mit-Initiator, später Verantwortlicher für den Bachelor-Studiengang "Angewandte Naturwissenschaften". Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst wird er ein Forschungsprojekt im Bereich der Deposition von Supraleiter- und den dabei notwendigen Pufferschichten und deren Analytik zu Ende führen.

Prof. Dr. Mönters Leidenschaft ist es, naturwissenschaftliche Zusammenhänge auch außerhalb der Uni zu vermitteln, vor allem Kindern und Jugendlichen. Er hat zahlreiche populärwissenschaftliche Vorträge gehalten und schon in den 70er Jahren beim Konzept zu einer neuen TV-Sendeform mitgewirkt, die als Antwort des ZDF auf die Sesamstraße der ARD angelegt war: Zunächst hieß die Sendung "Pusteblume", "Löwenzahn" wurde dann ab 1980/81 produziert. Gemeinsam mit Peter Lustig, mit dem er ebenfalls seit den 70ern zusammengearbeitet hatte, konzipierte Prof. Mönter ab 1990 "Mittendrin", "Löwenzahn für Fortgeschrittene" mit Betonung von Umweltthemen.

An den kreativen Kopf Prof. Mönter gerichtet zitierte Prorektor Prof. Dr. Wolfgang Spiegel in seiner Abschiedslaudatio Albert Einstein: "Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt."
 

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