WUPPERTALER UNIMAGAZIN      

Nr. 17 - April/Mai 2002


Hygiene und Design im Weltall

Mit gleich drei bestaunten Exponaten war die Bergische Universität auf der Hannover Messe vertreten
Auch Ministerin Gabriele Behler kam

Anna Demuth Aleksandra Konopek

Mit gleich drei Design-Exponaten war die Bergische Universität Wuppertal auf der HANNOVER MESSE, der größten Industriemesse der Welt, vertreten: Wohnen und Hygiene im Weltall als Design-Aufgabe und ein Labor für Visionen waren die spannenden Themen. Die Universitätsprojekte wurden mit namhaften Kooperationspartnern realisiert. Die Resonanz war ausgezeichnet, auch in den Medien.

Das „Labor für Visionen“ („visionlabs“) ist eine Initiative der Design-Professoren Martin Topel und Gert Trauernicht. Es steht für die Entwicklung visionärer Produkte und Konzepte, also praxisorientiertes Arbeiten mit Wirtschaftsunternehmen. Ausschlaggebend für das Modell waren die innovativen Ergebnisse zweier Studienprojekte: Im Auftrag der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr GmbH (VRR) und der Lufthansa Catering Logistik GmbH hatten zwei studentische Projektgruppen im vergangenen Jahr Konzepte zum Elektronischen Fahrgeldmanagement und zum Weinöffnen in der Business Class erstellt. In den vergangenen Wochen wurden neue Aufgabenstellungen, z. B. für den Möbelfunktionssystemehersteller Enorm-Schmidt, realisiert.

NRW-Wissenschaftsministerin Gabriele Behler auf dem Gemeinschaftsstand Forschungsland NRW, hier mit Diplom-Designer Stephan Pegels am Exponat der Bergischen Universität, „Design in der Forschung“.

„visionlabs“ ermöglicht professionelle Kooperation zwischen Wirtschaftsunternehmen und Hochschule. Danach können Unternehmen eine projektbezogene und öffentlichkeitswirksame Kooperation mit Wuppertaler Industrial Designern eingehen. Die Ablaufstruktur eines „visionlabs“-Projektes entspricht den realen Prozessen in der Produktentwicklung: Briefing, Analyse und Research, Konzeption, Design-Entwicklung und -Optimierung. Allen „visionlabs“-Studienarbeiten gehen intensive Research- und Analysephasen voraus. Diese beziehen neben fundierten Umfeldrecherchen vor allem die Sicht potentieller Nutzer mit ein. Jedes Projekt wird durch einen Sponsorenbeitrag des Kooperationspartners finanziert. Prof. Trauernicht: „Wir wollen mit ‚visionlabs‘ Produkte und Konzepte mit visionärem Charakter entwickeln und dabei so praxisnah wie möglich arbeiten.“

„Pneo - Wohnen im Weltraum“. Projektthema von Aleksandra Konopek, hier das Modell.

Zum Thema Design in der Forschung: Der Industrial Designer Prof. Tönis Käo geht davon aus, dass künftige Gestaltungsprobleme nur in engster Zusammenarbeit mit der technisch-wissenschaftlichen Forschung gelöst werden können. Sozialverträglichkeit und Umweltverträglichkeit von Innovationen verlangen eine ganzheitliche Vorgehensweise. Beispiel Design im Weltall: In Zusammenarbeit zwischen den Wuppertaler Industrial Designern und dem Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart (Prof. Dr.-Ing. Ernst Messerschmidt, Dr. Jan Osburg) entstanden Aleksandra Konopeks spektakuläres und preisgekröntes Projekt „Pneo - Wohnen im Weltraum“ (Bayerischer Staatspreis für Design) und Anna Demuths Projekt „Hygiene im All für die Weltraumtouristik“.

M.K.

„Hygiene im All für die Weltraumtouristik“. Projektthema von Anna Demuth, hier eine Detaildarstellung.

Kontakt:
Prof. Gert Trauernicht, 0202/439-4756, E-Mail: trauernicht@uni-wuppertal.de
Prof. Martin Topel, 0202/ 439-4799,  Fax -4755 , E-Mail: topel@uni-wuppertal.de
www.visionlabs.de

Prof. Tönis Käo
Dipl.-Des. Stephan Pegels
0202 439-4727, Fax -4728
E-Mail: kaeo@uni-wuppertal.de
www.uni-wuppertal.de/fb5/kaeo
 

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