WUPPERTALER UNIMAGAZIN      

Nr. 22 - April/Mai 2003


Bilder aus der Uni

- Uni-Schwebebahn fährt weiter
- CDU-Hochschulpolitiker besuchte Uni
- Gerda-Bergmann-Stiftung
- Wuppertaler Mathematiker und Physiker in München
- Über 1000 Schülerinnen und Schüler am Info-Stand
  der Bergischen Uni auf der Studienmesse "EINSTIEG Abi"
- Absolventenfeier des Jahrgangs 2002 des
  Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik

- Diplomarbeit zu den Wupperinseln im Fachbereich Architektur und Design
- Arbeiten des Kommunikationsdesigners Prof. Uwe Loesch ausgezeichnet
- Fünf Sondermarken zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 von Designer Lutz Menze
- Designerin Andrea Acker ist gestaltete Sondermarke "50 Jahre Deutsche Welle"
- Neues Poster der Uni
 

Foto: Kurt Keil, Westdeutsche Zeitung.

Die Uni-Schwebebahn darf weiterfahren! Der aus Anlass des 30jährigen Jubiläums der Bergischen Universität letztes Jahr markant gestaltete Zug läuft seit August 2002 im Regelverkehr. Der Industrial Designer Professor Tönis Käo und sein Mitarbeiter Dipl.-Des. Stephan Pegels hatten die Gestaltung übernommen. Schwebebahnstadt und Universitätsstadt gingen so eine augenfällige Symbiose ein. Erstmals verkehrt damit ein Schwebebahnzug in silber-metallic. Kommuniziert wird auf wagenhohen Lettern "UNIVERSITÄT", das 30jährige Jubiläum sowie die Web-Adresse der Hochschule. Der Uni-Schwebebahnzug, die Nummer 7 (von 27), 1972/73 hergestellt bei der MAN in Nürnberg, wurde am 14. November 1973 in Dienst gestellt und hat seither fast 1,9 Millionen Kilometer zurückgelegt. Er war bereits einmal werblich gestaltet ("Aspirin") und erlangte zweifelhafte Berühmtheit durch einen spektakulären Unfall, als er am 5. März 1997 auf den "Kaiserwagen" auffuhr.

Im Frühsommer steht das 100jährige Jubiläum der Freigabe der kompletten Strecke bevor, Anlass übrigens für den Fachbereich Bauingenieurwesen der Bergischen Universität, einen Hörsaal auf dem Campus Haspel nach dem Erfinder der Schwebebahn in "Eugen-Langen-Saal" zu benennen.
 


Rektor Prof. Dr. Volker Ronge, Prorektorin Prof. Dr. Annegret Maack, Manfred Kuhmichel MdL, Fraktionsreferent Dr. Michael Reitemeyer.

Foto: Petra Zöllner.

Der hochschulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Manfred Kuhmichel, hat die Bergische Universität zu einem Gespräch mit Rektor Professor Dr. Volker Ronge besucht. An dem Treffen nahm für die Hochschulleitung auch die für Studium und Lehre zuständige Prorektorin Professor Dr. Annegret Maack teil. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Neustrukturierung der Hochschule, Fragen der künftigen Lehrerausbildung, die Frage einer möglichen Studiengebühr sowie Auswirkungen der Kürzungen im Landeshaushalt auf die Universitäten. Kuhmichel wurde von dem Referenten für Kultur, Wissenschaft und Forschung der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Michael Reitemeyer, begleitet. Nach dem Gespräch mit Mitgliedern des Rektorates auf dem Campus Grifflenberg besuchten die Politiker den Fachbereich Bauingenieurwesen (Campus Haspel), um dort mit Professor Dr.-Ing. Gerhard Hanswille Fragen im Zusammenhang mit den künftigen gestuften Studiengängen im Hinblick auf den derzeit vorliegenden Gesetzentwurf für ein neues Baukammergesetz in NRW zu erörtern. Prof. Hanswille ist seit dem vergangenen Jahr Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften.


Die engagierte Wuppertalerin Gerda Bergmann hatte Ende der 80er Jahre eine Stiftung für in Not geratene Studierende als Zweck ihres Erbes initiiert. Dr. Eva-Maria Geimick, eine langjährige Freundin der Stifterin, setzt seit dem Tod von Gerda Bergmann die Verbindung zur Bergischen Universität fort. Jetzt hatte Dr. Geimick den Stiftungsvorstand zu einem festlichen Abendessen in die Seniorenresidenz eingeladen, in der sie lebt (v.l.n.r.): Prof. Dr. Hartmut Häcker, Vorsitzender der Gerda-Bergmann-Stiftung, Kanzler Hans-Joachim von Buchka, Rektor Prof. Dr. Volker Ronge, Oberverwaltungsdirektor Klaus-Dieter Pollex.

 

Mathematiker und Physiker der Universität nahmen im Beisein von Schülerinnen und Schülern regionaler Gymnasien an einem Symposium der Robert Bosch Stiftung in München teil, bei dem es um Netzwerke zwischen Hochschulen und Schulen mit dem Schwerpunkt natur- und ingenieurwissenschaftlicher Themen ging. Das Symposium gab einen Überblick über mehr als 40 von der Bosch Stiftung geförderten Einzelprojekte. Vertreter von besonders interessanten und Erfolg versprechenden Vorhaben stellten sich durch einen Vortrag im Plenum vor. Dazu gehörten die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jörn-Uwe Fischbach mit dem Projekt „SchulPOOL – Schulphysik-Offensive Optimaler Lernerfolg“, über das kürzlich auch ein Beitrag im WDR Fernsehen lief („Lokalzeit Bergisch Land“). SchulPOOL beinhaltet eine Sammlung physikalischer Versuchen für die Gymnasien der Region und organisiert deren Einsatz. Ferner trug die Arbeitsgruppe von Prof. Blankenagel mit der Installation von Problemlösegruppen für Schüler der Sekundarstufe I oder der Sekundarstufe II unter dem Motto „Mathematik erfahren – Problemlösen im sokratischen Gruppengespräch“ vor. So trafen sich beide Gruppen, die an der Bergischen Universität unabhängig voneinander arbeiten, im Deutschen Museum und gestalteten dort das Symposium der Robert-Bosch-Stiftung mit. Die Gruppe der Mathematiker und Physiker mit Schülern vor dem Deutschen Museum. V. l.: Dr. Gerd Höwekamp, Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, Remscheid, Katharina Lück-Lilienbeck, Gesamtschule Vohwinkel, Prof. Dr. Jürgen Blankenagel, Fachbereich Mathematik, Bergische Universität, Dirk Raider, Marcel Haese, Dennis Naujocks, Gymnasium an der Siegesstraße, Wuppertal, Prof. Dr. Jörn-Uwe Fischbach, Fachbereich Physik, Bergische Universität.


Foto: Petra Zöllner.

Insgesamt über 1000 Schülerinnen und Schüler haben mehrere Tage lang den Info-Stand der Bergischen Universität Wuppertal auf der Studienmesse "EINSTIEG Abi" in Köln belagert, einer Messe zur Information von Abiturientinnen und Abiturienten, die demnächst ihre Studienwahl zu treffen haben. Nach Einschätzung der Messebetreuung gehörte der Wuppertaler Stand zu den am meisten frequentierten Uni-Ständen. Neben der allgemeinen Studienberatung durch die Zentrale Studienberatungsstelle (ZSB) und das Akademische Auslandsamt waren die Fachbereiche bzw. Fächer Physik, Bauingenieurwesen, Anglistik/Amerikanistik sowie die Geschichte in Köln präsent. Die Wuppertaler Fachberater beantworteten über 700 gezielte Anfragen der Schülerinnen und Schüler. Die zahlreichen Schülerinnen und Schüler reagierten auf den Auftritt der Bergischen Universität Wuppertal ausgesprochen positiv. Dazu beigetragen hat auch die Mischung der Wuppertaler Repräsentanten: Von der Professorin – hier im Bild die Linguistin Prof. Dr. Dr.h.c. Gisa Rauh – bis zum Studenten zeichnete jeder einen bestimmten Ausschnitt aus dem Bild eines Studiums an der Wuppertaler Uni. Eine professionelle Agentur hatte den Messeauftritt der Bergischen Universität Wuppertal gestaltet: Klare graphische Gestaltung und freundliche Farben zeichneten den Messestand aus. Unter den 288 Ausstellern waren etwa 90 deutsche und 50 internationale Hochschulen vertreten.


Foto: Petra Zöllner.

Die 75 Absolventen des Jahrgangs 2002 des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik, darunter vier Diplom-Ingenieurinnen, sind mittlerweile bereits über ganz Deutschland verteilt oder arbeiten bei Firmen im Ausland. Jetzt trafen sie sich noch einmal alle zur Abschlussfeier in Wuppertal. Professor Dr.-Ing. Dieter Brückmann: "Trotz der schlechter gewordenen wirtschaftlichen Gesamtsituation werden Elektroingenieure von der Industrie nach wie vor händeringend gesucht." Fast alle Wuppertaler Absolventen haben somit bereits eine Beschäftigung gefunden und arbeiten bei so renommierten Unternehmen wie Bosch, Daimler-Chrysler, Delphi, Nokia, Siemens und RTL. In den Diplomarbeiten wurden sehr innovative Aufgabenstellungen bearbeitet. Eine Reihe von Arbeiten befasste sich z.B. mit Fragestellungen rund um die neuen Mobilfunkstandards sowie mit dem digitalen Fernsehen. Weiterhin wurden neue Konzepte zur Automatisierung in den verschiedensten Bereichen untersucht. Die Themen wurden teilweise in enger Zusammenarbeit mit der Industrie bearbeitet. Ein Indiz, dass die Frauen in den Ingenieurwissenschaften immer mehr im Kommen sind, ist sicherlich auch in der Auszeichnung von Heike Rosenau zu sehen, die zusammen mit drei weiteren Studenten wegen ihrer hervorragenden Studienleistungen mit dem Absolventenpreis 2002 ausgezeichnet wurde. Sie wurde in ihrer Diplomarbeit von Professor Dr.-Ing. Uwe Kraus betreut und hat das Thema "Entwicklung und Aufbau eines Viterbi Decoders für die 1/2-Faltungscodierung nach dem DVB-Standard" bearbeitet. Dipl.-Ing. Heike Rosenau ist bei der SIEMENS AG in Kamp-Lintfort beschäftigt.


Einen Ausblick auf mögliche Projekte im künftigen Fachbereich Architektur und Design zeigt die Diplomarbeit "Wupperinseln" von Marcel Sebastian, Absolvent im Lehrgebiet Kommunikationsdesign bei Prof. Hans Günter Schmitz. Sebastian skizziert eine Ausstellungskonzeption für Wuppertal, die die Menschen zur Entdeckung der Stadt und zur Diskussion ihrer Zukunftsperspektiven einlädt. Den Rahmen für das Projekt bildet der Flussraum der Wupper, der sich in den letzten 150 Jahren vom Ausgangspunkt der Industrialisierung zum innerstädtischen Niemandsland gewandelt hat. Auf dem Wasser schwimmende Plattformen sind die Basis für phantasievolle Pavillons, in denen zukünftige Chancen und Perspektiven der Stadt thematisiert werden sollen.

 


Erneut sind Arbeiten des Kommunikationsdesigners  Prof. Uwe Loesch international ausgezeichnet worden: Beim Jahreswettbewerb 2002 des Art Directors Club New York erhielt Prof. Loesch die Silbermedaille sowie zwei Distinctive Merit Awards. Vom Art Directors Club für Deutschland wurde das Plakat seiner Ausstellung im Museum of Contemporary Art Teheran ausgezeichnet – eine Persiflage auf die Coca Cola Kultur des 20. Jahrhunderts (r.). Der Type Directors Club Tokyo zeichnete gleich vier seiner typografischen Arbeiten aus. Es sind die Plakate „X-medial“ für den Bundesverband Druck und Medien (oben links), „Ben Oyne“ für eine Vortragsveranstaltung im Fachbereich Design der Bergischen Universität, das Plakat „Uwe Loesch“ zu seiner Einzelausstellung in der „ginza graphic gallery“ in Tokyo (2.v.r.) und erneut das Plakat „Enjoy“ für die Society of Iranian Graphic Designers, die seine Ausstellung in Teheran 2002 organisiert hatte. Außerdem wurde soeben über die Arbeiten von Prof. Loesch ein Buch in China veröffentlicht, das einen Querschnitt seiner Plakate für soziale, politische und kulturelle Institutionen zeigt. Es enthält 80 Abbildungen sowie Textbeiträge in Chinesisch und Englisch.

 


Dass Wuppertal das Mekka der Briefmarkengestalter ist, hat sich längst herumgesprochen. Jetzt erhielt der Designer Lutz Menze den Zuschlag der Jury für die von ihm gestalteten fünf Sondermarken zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 für die Deutsche Sporthilfe. Mit den Zuschlägen soll der Fußball-Nachwuchs gefördert werden. Etwa 22.000 Jugendliche werden jährlich von einer Sonderförderung profitieren. Die erfolgreichen Wuppertaler Briefmarkengestalter kommen samt und sonders aus dem Fachbereich Design der Bergischen Universität – Lutz Menze hat dort 1986 sein Diplom gemacht. Zu den Gestaltungswettbewerben lädt das Bundesfinanzministerium immer mehrere Gestalter aus ganz Deutschland ein, so dass die Wuppertaler nicht zum ersten Mal untereinander in Konkurrenz standen. So auch diesmal: Am Wettbewerb für die Sondermarken zur Fußball-WM waren
Nestor Professor Gerd Aretz und sein Sohn Oliver Aretz bereiligt sowie die junge Designerin Andrea Acker. Lutz Menzes Motive spiegeln die Begeisterung für den Sport bei Zuschauern, Profis und Amateuren. Seine Themen (von oben nach unten): "Torschuss", "Jubel", "Jugendfußball", "Kopfball" und "Jung und Alt".

 


Mit der Designerin Andrea Acker ist eine weitere Wuppertalerin im Geschäft – und Wettbewerb! – der Briefmarkengestalter. Ihr neuester Erfolg: Die Sondermarke "50 Jahre Deutsche Welle", Wert 55 Cent. Erstausgabetag war der 25. März. Der deutsche Auslandssender, der seit 1992 auch Auslandsfernsehen betreibt, beschäftigt in Köln und Berlin rund 1500 Mitarbeiter aus 65 Nationen. Andrea Ackers Motiv zum Jubiläum: "Schallwellen über Kontinenten". Auch mit Sportmarken hatte Andrea Acker schon erfolgreich zu tun: Im vergangenen Jahr gestaltete sie anlässlich der Fußball-WM in Japan und Korea für die Deutsche Post AG fünf Sondermarken zum Thema "Fußballweltmeister im 20. Jahrhundert".



Das ist das neueste Poster der Uni (Format DIN A 1) mit dem aktuellen Luftbild, kurzen Informationen zur Universität und einer Übersicht ihrer Standorte. Es kann in der Universitätspressestelle kostenlos abgeholt oder online bestellt werden (solange der Vorrat reicht!). Das Foto stammt von dem Wuppertaler Fotografen Gerd Vogelsang, Flughöhe ca. 350 Meter, Kamera Pentax 6x7 (Blende 5,6, 1/500 sec., 90-mm-Standardobjektiv).

Namen sind Nachrichten / zur Übersicht