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WUPPERTALER UNIMAGAZIN
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Nr. 26 - Januar/Februar 2004 |
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So etwas hatte es noch nicht gegeben: Rate-Teams aus Wuppertal, Solingen und Remscheid traten erstmals in einem spektakulären "Schlau-Bergischen Städte-Quiz" gegeneinander an und kämpften um ihre und die Ehre ihrer Stadt. Das SG-Team gewann fast haushoch. Auf das siegreiche Team wartet jetzt ein Heißluftballon. Die Wuppertaler und Remscheider erhielte Trostpreise - witzige Gesellschafts- und Computerspiele. Der knifflige Fragen-Parcour von Prof. Dr. Eckhard Freise steht zum Nachspielen für alle im Internet.
Geballtes Wissen saß am 30. Januar auf der Bühne im großen Saal des Hörsaalzentrums auf dem Campus Freudenberg: Für jede Stadt ein gestandener Gymnasialdirektor, ein gestandener Prof, ein Mittelbauer (= "Assi"), ein Studi und zwei Schüler. Prof. Dr. Eckhard Freise (59), Historiker, Schachmeister und seit seinem Millionengewinn bei Günter Jauch selbst zum Quiz-Master mutiert, hatte sich die hürdenreichen Runden ausgedacht. Er moderierte den Parcour auch selbst wie im Januar letzten Jahres, als die Bergische Uni acht Schülerinnen und Schüler aus den drei Schwesterstädten gegen acht Profs antreten ließ und Prof. Freise vor lauter Temperament zwischendurch fast vom Stuhl gefallen war. Der Professor für Mittelalterliche Geschichte mit dem besonderen Faible für Hexen und Gespenster wohnt übrigens im westfälischen Münster und ist insofern Garant für regionale Neutralität. Er und die drei Städte-Teams mussten sich dem strengen Auge einer trainierten Jury stellen, die wieder von Prorektorin Prof. Dr. Annegret Maack und dem Direktor des Wup-pertaler Carl-Fuhlrott-Gymnasiums, Karl W. Schröder, zugleich Sprecher der Wuppertaler Gymnasialdirektoren, repräsentiert wurde. Rund 250 Menschen verfolgten trotz Schnee das insgesamt fast zweieinhalbstündige Event an Ort und Stelle. Keine Selbstverständlichkeit: Alles klappte wie am Schnürchen einschließlich vor allem der aufwendigen Technik, die von Mitarbeitern des Audiovisuellen Medienzentrums (AVMZ) der Uni professionell gemanagt wurde.
Auch die Medien-Resonanz - vorher und nachher - auf die Veranstaltung der Bergischen Uni war toll. "Solingen als Quiz-König" titelte das Solinger Tageblatt, jubelte über den eindeutigen Sieg ("Solinger waren die größten Schlauberger") und lobte das Quiz als "absoluten Höhepunkt der mittlerweile fest institutionalisierten Schüler-Infotage". Die Solinger Morgenpost stellte zum Quiz der "drei Bergischen Rivalen" fest: "Die klügsten Köpfe - aus Solingen". Das SG-Team mit Fernseh-Spezialist Prof. Dr.-Ing. Uwe Kraus, Klaus Bailly, Direktor des Gymnasiums Vogelsang, der Romanistin Susanne Gramatzki, dem Chemie-Studenten Hendrik Venzlaff und den beiden Schülern Sarah Vranidis vom Gymnasium Schwertstraße und Philipp Schinz vom Gymnasium August-Dicke-Schule wurde hoch gelobt: "Schon in der ersten von zehn Runden ließ man Remscheid und Wuppertal deutlich hinter sich." So habe Solingen "den Titel in die Klingenstadt geholt". Prof. Kraus mailte an Prof. Freise: "Für die enorme Vorbereitungsarbeit und die gelungene Durchführung des Städte-Quiz besten Dank. Das war ein guter Tag für unsere Uni." Auch die Remscheider Presse erkannte neidlos an, dass die "Schlau-Berger" aus Solingen kommen: "Um Längen hat das SG-Team das Quiz der Bergischen Uni für sich entschieden", hieß es im Remscheider General-Anzeiger. Und die Bergische Morgenpost titelte: "Die klügsten Köpfe kommen aus Solingen." Für das RS-Team waren Ökonom Prof. Dr. Norbert Koubek, Schulleiter Michael Birker vom Gertrud-Bäumer-Gymnasium, der Diplom-Physiker Matthias Donner, die Lehramts-Studentin Nicole Holländer sowie die Schüler Julia Reinhard vom Röntgen-Gymnasium und Hendrik Maar vom Leibniz-Gymnasium am Start gewesen. Die Bergische Morgenpost tröstete: "Solingen gewann zwar das Städte-Quiz, wirklich traurig war man auf Seiten der Remscheider Wissens-Matadore aber nicht."
Die Westdeutsche Zeitung, Wuppertal, resümierte auf ihrer Titelseite: "Schließlich setzten sich die Solinger Ratefüchse souverän durch." Das SG-Team habe das Quiz "um Längen" für sich entschieden: "Aber Kampf um die Städte-Ehre hin oder her: Mal ehrlich! Wer kann schon solche Fragen beantworten? 'Wie soll ein Papst Baupläne kommentiert haben, auf denen die Toiletten vergessen wurden?'" Die richtige Antwort ("Gibt es hier nur Engel?") hatte Linguistin Prof. Dr. Dr.h.c. Gisa Rauh auf Lager, die für das W-Team gemeinsam mit Antonia Dicken-Begrich, Direktorin des Carl-Duisberg-Gymnasiums, dem Bauingenieur Dr.-Ing. Thorsten Schlurmann, der Physik-Studentin Julia Becker und den beiden Schülern Julia Sieverding vom St.-Anna-Gymnasium und Tobias Konzmann vom Gymnasium Sedanstraße die "harten Nüsse" (WZ) knacken musste. Rektor Prof. Dr. Volker Ronge hatte nach 2 Stunden und 10 Minuten Spielzeit im großen Hörsaal auf dem Campus Freudenberg eine launige Siegerehrung vorgenommen: Die beiden Schüler des siegreichen SG-Teams, Sarah Vranidis und Philipp Schinz, sind zu einer Ballonfahrt übers Bergische Land eingeladen. Ballonfahrer Ingo Burger, Absolvent der Bergischen Uni und als Diplom-Ökonom beim Geologischen Dienst des Landes NRW tätig, assistierte Prof. Ronge bei der Siegerehrung mit dem Modell eines Heißluftballons. Die anderen Vier aus dem siegreichen SG-Team werden die Bal lonfahrt in Verfolgerfahrzeugen mit erleben und bei der Ballontaufe dabei sein, die spätestens im Mai bei entsprechender Witterung irgendwo auf der grünen Wiese des Bergischen Landes stattfinden dürfte.
Michael Kroemer |
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